A Bit of Awesomeness
Donnerstag, den 18. März 2010… habe ich durch Babel gesehen und er hat es wohl von MC Winkels weBlog. Ab geht’s!
Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.
Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, Sie davor zu schätzen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustiände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsächtigen Politikern schützt.
Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.
Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.
Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.
… habe ich durch Babel gesehen und er hat es wohl von MC Winkels weBlog. Ab geht’s!
Das denkt sich wohl zur Zeit unser WaffenVerteidigungsminister zu Guttenberg oder wie erklaert ihr euch die zufaelligen Beschwerden aus den Reihen der Bundeswehr ueber zu wenig Personal und zu wenig Geld?
Das hat doch ganz bestimmt nichts mit einer Ablenkung von der Kunduz-Affaere zu tun? Und das hat doch auch ganz bestimmt nichts damit zu tun, dass wir bald Waffen brauchen, um uns gegen die anderen EU Laender durchsetzen zu koennen, weil Deutschland auf Kosten aller anderen lebt?
Das geht nicht mehr lange gut. Und der Hochverraeter Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg gehoert weggesperrt, nebst Westerwelle und dem Rest der wohl schlechtesten Regierung seit ‘49 (verglichen damit war Kohl der reine Segen).
Achja… Worauf ich noch hinaus wollte: Damit solche Verbrecher enttarnt werden koennen, versucht WikiLeaks seit mehreren Jahren erfolgreich eine Plattform zu bieten, auf der Whistleblower anonym Skandale und Verbrechen publizieren lassen koennen ohne politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich oder auf andere Weise verfolgt zu werden. Dieser Plattform haben wir es u.A. zu verdanken, dass wir Details ueber die Foltermethoden von Guantanamo, Zensursperrlisten einiger Laender und den Kunduz-Feldjaeger-Report zu Gesicht bekommen haben.
Leider kostet der Betrieb von WikiLeaks sehr viel Geld, da nur so die Sicherheit der Whistleblower sichergestellt werden kann. Also wenn ihr ein paar Euronen uebrig habt: Spendet!. Wenn ihr euch bei Spenden denkt, dass ihr davon ja nichts habt, dann kauft euch ein WikiLeaks T-Shirt bei getDigital.de, denn 5 EUR pro Shirt gehen an WikiLeaks.
Ja, viele von euch (srsly?) haben sicher schon einmal ein (semi) RESTful API entwickelt. Ein haeufiges Problem ist herauszufinden, ob ein Aufruf auch durchgefuehrt werden darf. Das Problem besteht darin, dass wir es dabei mit einem zustandslosen Protokoll (RFC 2616) zu tun haben, also fallen die Elgamal- und Diffie-Hellman-Kryptosysteme aus.
Um nun festzustellen, ob die Person (bzw. eine Applikation, stellvertretend fuer eine Person), die die Anfrage sendet auch wirklich die Person ist, fuer die sie sich ausgibt (Identifikation) und um gleichzeitig festzustellen, ob die Anfrage nicht manipuliert wurde (Authentifikation), gibt es zum einen das freie OAuth Protokoll, was aber relativ kompliziert zu implementieren ist, und zum anderen gibt es aehnliche Ansaetze, wie zum Beispiel das Flickr Auth Protokoll. Beide Protokolle bieten ausserdem die Moeglichkeit externen Programmen (Clients) den Zugriff auf das System (Service Provider) zu authorisieren.
Sofern letzteres nicht noetig ist, reicht jedoch ein abgespecktes Protokoll, das dem Flickr Protokoll sehr nah kommt. Hierbei faellt der Aufwand der sicheren Schluesseluebertragung weg. Und so einfach kann es gehen:
Beispiel
Der API Key ist fd40e3589bbb58ec358122c5cd32fcc6481707bb, das Geheimnis ist 162c9d446beb754b804b904772ff87b6. Die Variablen sind (Bezeichner = Wert):
Die Anfrage wird nun wie folgt Client-seitig generiert:
Sortieren:
apiKey vor method vor rangeFrom vor rangeTo
Konkatenieren:
apiKeyfd40e3589bbb58ec358122c5cd32fcc6481707bbmethoddeleteEntriesrangeFrom99rangeTo101
Private Key voranstellen:
162c9d446beb754b804b904772ff87b6apiKeyfd40e3589bbb58ec358122c5cd32fcc6481707bbmethoddeleteEntriesrangeFrom99rangeTo101
Hashen:
9ad5100448f0549472b0e70722aa06bb
Variablen fuer die Anfrage zusammensetzen:
http://example.com/rest/?apiKey=fd40e3589bbb58ec358122c5cd32fcc6481707bb&method=deleteEntries&rangeFrom=99&rangeTo=101&signature=9ad5100448f0549472b0e70722aa06bb
Das wird nun ausgefuehrt und auf der Service Provider Seite geht es dann so weiter:
API Key auslesen:
fd40e3589bbb58ec358122c5cd32fcc6481707bb
In der Datenbank nach dem passenden privaten Schluessel suchen:
162c9d446beb754b804b904772ff87b6
Sortieren, Konkatenieren, Private Key voranstellen, Hashen (s.o.):
9ad5100448f0549472b0e70722aa06bb
Ergebnisse vergleichen:
9ad5100448f0549472b0e70722aa06bb = 9ad5100448f0549472b0e70722aa06bb
That’s it. Ist sehr einfach zu implementieren und ist dafuer extrem sicher.
Vorweg: Ich glaube dieser Post wird lang…
Also zur Zeit bastel ich an einem Projekt, das aus einigen Social Networks Daten beziehen und diese auf Public Displays anzeigen soll. Da nur-Text etwas oede ist, habe ich mich also an die Flickr API gesetzt. Eigentlich bietet das Zend Framework dafuer die Klasse Zend_Service_Flickr an, aber leider ist die nicht dafuer ausgelegt Applikationen mit Flickr zu verbinden, sondern lediglich fuer eine direkte Benutzerauthentifizierung via Benutzername/Passwort.
Mein erster Ansatz war also erstmal in die API von Flickr zu schauen, denn die bietet ein OAuth aehnliches Verfahren zur Anwendungsauthentifizierung an. Der Trick war nun Zend_Service_Flickr damit zu verheiraten. Und so geht’s:
Als erstes registriert man eine Anwendung bei Flickr und richtet eine Callback URL ein. In meinem Fall wird damit die callbackAction meines FlickrControllers getriggert. Ich brauchte also einen FlickrController…
class FlickrController extends Zend_Controller_Action { public function indexAction() { } public function authenticateAction() { } public function callbackAction() { } }
Die Authentifizierung laeuft so ab:
So, bevor ich alle mit Erklaerungen langweile: Jetzt kommt Code!
class SenScreen_Service_Flickr extends Zend_Service_Flickr { protected $_secret; protected $_perms; protected $_token; const PATH_AUTH = '/services/auth/'; const PATH_REST = '/services/rest/'; public function __construct(array $options = null) { parent::__construct(null); $this->setOptions($options); } public function setOptions(array $options = null) { if ($options == null) { return; } $validOptions = array('api_key', 'secret', 'perms', 'token'); $this->_compareOptions($options, $validOptions); if (isset($options['api_key'])) { $this->apiKey = $options['api_key']; } if (isset($options['secret'])) { $this->_secret = $options['secret']; } if (isset($options['perms'])) { $this->_perms = $options['perms']; } else { $this->_perms = 'read'; } if (isset($options['token']) && $options['token'] instanceof SenScreen_Service_Flickr_AuthToken) { $this->_token = $options['token']; } } public function setApiKey($apiKey) { $this->apiKey = $apiKey; return $this; } public function getApiKey() { return $this->apiKey; } public function setSecret($secret) { $this->_secret = $secret; return $this; } public function getSecret($secret) { return $this->_secret; } public function setPerms($perms) { $this->_perms = $perms; return $this; } public function getPerms() { return $this->_perms; } public function setToken($token) { $this->_token = $token; return $this; } public function getAuthToken() { return $this->_token; } public function getApiSignature(array $params) { $plainSignature = $this->_secret; ksort($params); foreach ($params as $key => $value) { $plainSignature .= $key . $value; } return md5($plainSignature); } private function _getSignedUrl($path, array $params) { $url = self::URI_BASE . $path . '?'; $urlParams = array(); foreach ($params as $key => $value) { $urlParams[] = $key . '=' . $value; } $url .= implode('&', $urlParams); $url .= '&api_sig=' . $this->getApiSignature($params); return $url; } public function redirect() { $params = array( 'api_key' => $this->apiKey, 'perms' => $this->_perms ); $redirectUrl = $this->_getSignedUrl(self::PATH_AUTH, $params); header('Location: ' . $redirectUrl); exit(1); } public function getFrob() { return $_GET['frob']; } public function requestToken() { $params = array( 'method' => 'flickr.auth.getToken', 'api_key' => $this->apiKey, 'frob' => $this->getFrob(), 'perms' => $this->_perms ); $httpClient = new Zend_Http_Client($this->_getSignedUrl(self::PATH_REST, $params)); $httpClient->resetParameters(); $httpClient->setParameterGet($params); $httpClient->setHeaders(array( 'Accept-encoding' => '' )); return $this->_parseToken($httpClient->request('GET')); } private function _parseToken(Zend_Http_Response $response) { $xmlElement = new SimpleXMLElement($response->getBody()); return new SenScreen_Service_Flickr_AuthToken( (string) $xmlElement->auth->token, (string) $xmlElement->auth->user['username'], (string) $xmlElement->auth->user['fullname'] ); } public function isRestrictedMethod($method) { $restrictedMethods = array( 'flickr.photos.getContactsPhotos' ); return in_array($method, $restrictedMethods); } private function _execute($method, $defaultOptions, $options) { $options = $this->_prepareOptions($method, $options, $defaultOptions); $restClient = $this->getRestClient(); $restClient->getHttpClient()->resetParameters(); $response = $restClient->restGet('/services/rest/', $options); if ($response->isError()) { throw new Zend_Service_Exception('An error occurred sending request. Status code: ' . $response->getStatus()); } $dom = new DOMDocument(); $dom->loadXML($response->getBody()); self::_checkErrors($dom); return new Zend_Service_Flickr_ResultSet($dom, $this); } public function getContactsPhotos(array $options = array()) { static $method = 'flickr.photos.getContactsPhotos'; static $defaultOptions = array( 'count' => 100, 'just_friends' => 0, 'single_photo' => 0, 'include_self' => 0, 'extras' => 'license, date_upload, date_taken, owner_name, icon_server, original_format, last_update.' ); return $this->_execute($method, $defaultOptions, $options); } public function getRecent() { static $method = 'flickr.photos.getRecent'; static $defaultOptions = array( 'per_page' => 10, 'page' => 1, 'extras' => 'license, date_upload, date_taken, owner_name, icon_server, original_format, last_update.' ); return $this->_execute($method, $defaultOptions); } }
Diese Klasse erweitert Zend_Service_Flickr, sodass diese auch mit Authentifizierung umgehen kann. Als naechstes muss der Zend_Http_Client ausgetauscht (bzw. erweitert) werden, sodass auch er mit Signaturen und dem Kram umgehen kann:
class SenScreen_Service_Flickr_Http_Client extends Zend_Http_Client { protected $_flickr; public function __construct() { parent::__construct(); $this->setHeaders(array('Accept-Encoding' => '')); } public function setFlickr(SenScreen_Service_Flickr $flickr) { $this->_flickr = $flickr; } public function request($method = null) { if ($this->_flickr->isRestrictedMethod($this->paramsGet['method'])) { $this->paramsGet['auth_token'] = $this->_flickr->getAuthToken()->getToken(); $this->paramsGet = array_merge($this->paramsGet, array( 'api_sig' => $this->_flickr->getApiSignature($this->paramsGet) )); } return parent::request($method); } }
Als naechstes Brauchen wir noch eine Klasse, die unser Token aufbewahrt und serialisierbar in der DB ablegbar ist:
class SenScreen_Service_Flickr_AuthToken { private $_token; private $_username; private $_fullname; public function __construct($token, $username, $fullname) { $this->_token = $token; $this->_username = $username; $this->_fullname = $fullname; } public function getToken() { return $this->_token; } public function getUsername() { return $this->_username; } public function getFullname() { return $this->_fullname; } }
Und dann koennen wir endlich den Controller fuellen und jetzt kommen auch mal Kommentare in den Code, damit ich nicht mehr so viel quarken muss:
class FlickrController extends Zend_Controller_Action { protected $_config = array( 'api_key' => 'myapplicationkey', 'secret' => 'mysecret' ); protected $_flickr; public function init() { $this->_flickr = new SenScreen_Service_Flickr(); $httpClient = new SenScreen_Service_Flickr_Http_Client(); $httpClient->setFlickr($this->_flickr); Zend_Rest_Client::setHttpClient($httpClient); } public function indexAction() { $userId = Zend_Auth::getInstance()->getIdentity()->id; /** * Check whether the current user has an access * token for Flickr. */ $userSettingModel = new Model_UserSetting(); if ($userSettingModel->get($userId, 'flickr_token')) { /** * Get the access token. */ $access_token = unserialize($userSettingModel->getValue()); /** * Configure the Flickr instance. */ $this->_flickr->setOptions(array_merge( $this->_config, array('token' => $access_token) )); $this->view->contactPhotos = $this->_flickr->getContactsPhotos(array('include_self' => 1, 'extras' => '')); $this->view->showAuthenticationButton = false; } else { $this->view->showAuthenticationButton = true; } } public function authenticateAction() { $userId = Zend_Auth::getInstance()->getIdentity()->id; /** * Check whether the current user has an access * token for Flickr. */ $userSettingModel = new Model_UserSetting(); if ($userSettingModel->get($userId, 'flickr_token')) { /** * Get the access token. */ $this->_helper->redirector('index'); } else { /** * The user is not authenticated with Flickr. * Request Flickr auth frob and redirect to * Flickr's authentication page. */ $this->_flickr->setOptions($this->_config); $this->_flickr->redirect(); } } public function callbackAction() { $userId = Zend_Auth::getInstance()->getIdentity()->id; $this->_flickr->setOptions($this->_config); /** * Check whether a frob is present for this user. */ if ($this->_flickr->getFrob()) { /** * A frob is present. Request a token and * save it in the database. */ $token = $this->_flickr->requestToken(); $userSettingModel = new Model_UserSetting(); $userSettingModel->setUserId($userId) ->setKey('flickr_token') ->setValue(serialize($token)) ->save(); /** * Everything is done, redirect to the index * page. */ $this->_helper->redirector('index', 'flickr'); } else { /** * The callback has been called without having * a request token. Redirect to the index page. */ $this->_helper->redirector('index', 'flickr'); } } }
Sollte soweit selbsterklaerend sein. Viel Spass damit.
Update:
Wie ihr vielleicht bemerkt habt, nutze ich das Abstract Data Mapper Design Pattern.
Manchmal ist es frustrierend, wenn man mit dem Zend Framework arbeitet. Es kann zwar so ziemlich alles, aber die Dokumentation ist nicht besonders zu empfehlen. Darin wird zwar jedes leidige Thema angesprochen, jedoch nie in einem globaleren Kontext. Beispiel: PHP kann mit einer speziellen __autoload Funktion Klassen dynamisch aus Dateien laden, sofern sie benoetigt werden. Darauf basierend arbeiten Autoloader von Zend, die es verschiedene Aufgabenbereiche gibt. Die Dokumentation sagt nun, wie man Autoloader erzeugt. Es fehlen aber einige wichtige Informationen: Wo wird das gemacht, wieso wird das gemacht, welchen Nebeneffekte hat das und wie sieht ein Standard-Use Case aus? Es gibt natuerlich eine Begruendung dafuer, wieso die Dokumentation so anscheinend wichtige Dinge weglaesst: Das Zend Framework ist so konzipiert, dass man es auf beliebige Weise anwenden kann: Ob es als Model-View-Controller Framework oder fuer noch komplexeren Spaghetticode genutzt wird ist so ziemlich egal und diese Flexibilitaet ist durchaus erwuenscht. Best Practice sieht aber anders aus.
Best Practice
Zur Best Practise hat sich mittlerweile die auch von Zend Studio automatisch generierbare Model-View-Controller-Struktur gemausert. Dazu wird zunaechst eine Verzeichnisstruktur in folgender oder aehnlicher Weise mit einigen Standarddateien genutzt:
application
configs
application.ini
controller
ErrorController.php
IndexController.php
models
views
scripts
error
error.phtml
index
index.phtml
Bootstrap.php
public
index.phpHierbei wird der Webserver so konfiguriert, dass die Domain auf das public-Verzeichnis zeigt. Dadurch wird vor allem die Sicherheit der Applikation erhoeht, da der Zugriff auf die einzelnen Dateien nicht mehr moeglich ist. Die Datei application.ini enthaelt die wichtigsten Informationen, die fuer das Deployment benoetigt werden. Das controller-Verzeichnis enthaelt alle Controller und das models-Verzeichnis enthaelt analog die Modellabstraktionen. Jeder Controller besitzt mindestens eine Action in Form einer Methode, mit der Namenskonvention actionnameAction. Zu jedem Controller gibt es im views-Unterverzeichnis scripts ein Verzeichnis, in dem fuer jede Action eine Datei mit der Namenskonvention actionname.phtml vorliegt. Diese Dateien definieren die an den Client zurueckzusendenen Darstellungsinformationen.
Soweit so gut. Wenn Projekte wachsen wird man irgendwann anfangen das Gesamtsystem in kleine Haeppchen zu zerhacken. Divide and Conquer – Teile und herrsche. Wir (angehenden) Software Systems Engineers nennen sowas auch gerne Modularisierung. Das Zend Framework ist fuer diesen Fall natuerlich auch gewappnet und ermoeglicht es Module zu definieren, wobei jedes Modul eine Verzeichnisstruktur aufweist, die identisch zum application-Verzeichnis ist. Es muessen natuerlich nicht alle Verzeichnisse existieren, aber Minimum ist in den meisten Faellen controller, models und views. Fuer jedes Modul gibt es ein Verzeichnis im Verzeichnis modules und das ganze sieht dann in etwa so aus:
application
configs
application.ini
modules
default
controller
ErrorController.php
IndexController.php
models
views
scripts
error
error.phtml
index
index.phtml
Bootstrap.php
foobarmodule
controller
ErrorController.php
IndexController.php
models
views
scripts
error
error.phtml
index
index.phtml
Bootstrap.php
Bootstrap.php
public
index.phpHierbei hat default eine spezielle Rolle, denn es wird von Zend als Standard verwendet, sofern kein anderes Modul explizit angegeben wurde.
Models
Wie oben bereits mehrfach erwaehnt kann jedes Modul Models besitzen. Und hierbei gehen die Geister auseinander. Lange Zeit wurde im Quick Start Tutorial vom Zend Framework darauf gepocht, dass man die Klasse Zend_Db_Table_Abstract erweitert. Diese abstrakte Klasse ermoeglicht es sehr einfach eine Datenbanktabellenabstraktion zu erstellen, indem man einfach von ihr erbt und lediglich den Tabellennamen angibt, auf der operiert werden soll. Da selbst das einigen Menschen wohl zu viel Schreibarbeit war, wurde in frueheren Versionen des Zend Frameworks Inflection benutzt (hier steht ein bisschen dazu und hier ganz unten auch). Das funktioniert wie folgt: Man erweitert Zend_Db_Table (nicht die abstrakte Klasse!) und benennt sie nach einem bestimmten Schema (meist Default_Model_DatenbankTabellenName, je nach Autoloader-Konfiguration mit oder ohne Default_-Prefix). Der Name der Klasse wird dann zum Namen der zugehoerigen Tabelle transformiert (hier waere es datenbank_tabellen_name).
Ich sehe in diesem Ansatz jedoch einen Widerspruch zum Begriff Datenbankabstraktion. Man abstrahiert, um vor allem Komplexitaet zu verringern. Zusaetzlich – und nicht zu vernachlaessigen – abstrahiert man aber auch, um eine Entkopplung von tieferliegender Implementierung zu hoeheren Komponenten zu erreichen. Stellt man nun eine direkte Abhaengigkeit zwischen dem Klassennamen und den Tabellennamen her, so ist man gezwungen jede Namensaenderung der Datenbanktabelle auf alle Verwendungen des Models anzuwenden. Epic fail!
Ich habe bereits gesagt, dass dies so alles mal in der offiziellen Dokumentation vom Zend Framework stand bzw. noch steht. Dem gewiefte Leser mag nun aufgefallen, dass ich im vorherigen Absatz erwaehnt habe, dass jede Verwendung des Models anzupassen waere, wenn Inflection genutzt wird und sich der Tabellenname in der Datenbank aendert. Wenn es jedoch nur eine einzige Verwendung gibt: Who cares? Aber hier geht es weiter: Die Dokumentation geht an vielen Stellen davon aus, dass man direkt auf Instanzen von Zend_Db_Table oder Instanzen von Unterklassen von Zend_Db_Table_Abstract arbeitet. Das hat natuerlich zur Folge, dass lose Kopplung zum Fremdwort wird.
Is-A vs. Has-A
Plump unterscheidet man haeufig (unter anderem) zwischen einer Ist- (Is-A) und einer Hat-Beziehung (Has-A) zwischen Entitaeten. Was hat das nun mit Models zu tun? Die Weiterfuehrung des Gedankens nicht direkt auf Datenbankabstraktionen zu arbeiten hat zur Folge, dass man Datenbankabstraktionen zu Modelabstraktionen abstrahiert. Beispiel: Es gibt eine Benutzerverwaltungssystem, also gibt es eine Tabelle von Benutzern in der Datenbank (users). Dafuer gibt es nun eine Tabellenabstraktion. Diese Klasse heisse nun Default_Model_Users. Wenn wir nun fuer einzelne Datensaetze, also fuer einzelne Benutzer auch eine Abstraktion verwenden, so gibt es die Wahl zwischen den beiden Beziehungsarten. Fuer eine Ist-Beziehung haetten wir in diesem Beispiel eine Klasse Default_Model_User und wir wuerden Instanzen davon erhalten, wenn wir ueber Default_Model_Users (mit Oberklasse Zend_Db_Table_Row_Abstract) bestimmte Datensaetze auswaehlen. Da man nun die Datenbank wegabstrahieren moechte hat man zunaechst Gateways eingefuehrt.
Gateways besitzen eine Instanz von Zend_Db_Table (bzw. eine Instanz einer Unterklasse von Zend_Db_Table_Abstract), auf der Operationen ausgefuehrt werden, um einzelne Datensaetze zu erhalten. Diese Datensaetze sollen nun nicht in der Form einer Unterklasse von Zend_Db_Table_Row (bzw. Zend_Db_Table_Row_Abstract) vorliegen, da wir ja die Datenbank verschleiern moechten. Haeufige Herangehensweise dabei ist es, fuer jedes Feld einer Tabelle ein Feld in einem Objekt zu generieren. Wir sind endlich bei der Hat-Beziehung angelangt.
Mehr Informationen zu den Beziehungsarten in diesem Kontext (viel besser erklaert, als ich es in aller Kuerze machen koennte) findet ihr bei Rob Allen’s Dev Notes: On models in a Zend Framework application.
Service Layer
Hab ich schonmal erwaehnt, dass ich Zwiebeln jeder Art sehr gerne esse? Nicht? Ist auch nicht wichtig. Wichtig ist jedoch, dass wir es in der Software Entwicklung haeufig mit Zwiebeln zu tun haben. Heisst soviel wie: Wir bauen etwas um etwas anderes herum, um u.A. (1) ein gewuenschtes Abstraktionsniveau zu erhalten, (2) lose gekoppelte Systeme schreiben zu koennen und (3) damit wir auf Aenderungen besser reagieren koennen. Es gibt natuerlich auch die Gefahr, dass diese Zwiebelmethode angewendet wird, weil das Wissen ueber die Komponente nicht ausreichend ist oder weil man mit der Komponente nicht zufrieden ist. Dann wird das ganze schnell zu dem Anti-Pattern, das natuerlich auch Onion heisst.
Wenn wir mit Persistenzschichten arbeiten, wollen wir haeufig eine Schnittstelle fuer verschiedene Persistenzsysteme. Wir wollen also zum Beispiel ohne grossen Aufwand ein auf CSV oder XML basiertes Persistenzsystem auf eine Datenbank umaendern. Das ist einfach, wenn wir in unserer Business Logic auf Repraesentationen von den eigentlich betrachteten Objekten arbeiten und nicht direkt auf den Persistenzsystemen. Gateways ermoeglichen das bereits im Ansatz, jedoch besteht noch immer eine direkte Verbindung zwischen den Feldern eine Tabelle in einer Datenbank und den Attributen eines Business Logic Objects.
Und jetzt kommt der Clue: Statt Bottom-Up zunaechst an die Implementierung der Datenbankanbindung zu denken, besinnen wir uns zunaechst daran, dass wir ja auf bestimmten fiktiven oder realen Objekten wie z.B. einem Benutzer arbeiten moechten. Top-Down: Wir definieren uns als erstes die Objekte als Schnittstellen, um zu gewaehrleisen, dass alle Operationen existieren, die wir benoetigen. Da wir Attribute nicht in Schnittstellen definieren koennen, nutzen wir Getter und Setter. Alternativ koennen wir auch mit abstrakten Klassen arbeiten, dann ist es auch moeglich Attribute vorzugeben, es ist jedoch schwieriger sicherzustellen, dass die Attribute auch allen Vorbedingungen, Nachbedingungen und Invarianten des Systems folgen bzw. ueberhaupt genutzt werden. Vorteil von abstrakten Klassen ist jedoch, dass wir Standardimplementierungen vorgeben koennen.
Nachdem wir alle Objekte zumindest strukturell spezifiziert haben, koennen wir nun beginnen sie zu implementieren. Da ich jetzt schon viel zu viel geschrieben habe ohne ein Beispiel zu nennen kommt erstmal eins, bei dem ich mich auf die grundlegenden Dinge beschraenke:
class Default_Model_User { protected $_id; protected $_name; public function getId() { return $this->_id; } public function setId($id) { $this->_id = (int) $id; return $this; } public function getName() { return $this->_name; } public function setName($name) { $this->_name = (string) $name; return $this; } }
Weiter geht’s: Jetzt wo wir alle Schnittstellen definiert haben, auf denen wir unabhaengig von der Persistenzschicht arbeiten moechten, faellt auf: Wir haben einen Schicht gebaut, die uns zugleich als Service dienst, daher auch Service Layer genannt.
Data Mapper Pattern
Top Down: Vom Model zu den Daten, oder: Von Modelspezifikation zur Anbindung an die Persistenzschicht. Es ist nun moeglich auf Repraesentationen von unseren Business Logic Objects zu arbeiten. Allerdings kommen die Daten bisher anscheinend aus dem Nirvana. Die Idee ist nun, einen Mapper zu konstruieren, der die Daten auf das Model projizieren kann und der das Model auf die Daten projizieren kann. Wenn wir nun unser echtes Objekt, mit der Datenentsprechung und einem Mapper als Strukturmuster definieren, dann erhalten wir das Data Mapper Pattern, das dank Matthew Weier O’Phinney nun auch im Quick Start Tutorial von Zend verwendet wird (er hat da laut dieser Quelle Diskussionen mit dem Autor des Tutorials gefuehrt).
Wenn ihr mehr Informationen zum Data Mapper Pattern haben moechtet, schaut auch mal das Webinar Play-Doh: Modelling Your Objects von Matthew Weier O’Phinney an oder lest euch die Slides dazu durch.
Ich bau mal an dem Beispiel weiter und hoffentlich wird dann auch klar, wie der Mapper funktioniert:
class Default_Model_DbTable_User extends Zend_Db_Table_Abstract { protected $_name = 'users'; } class Default_Model_Mapper_User { protected $_dbTable; public function setDbTable($dbTable) { if (is_string($dbTable)) { $dbTable = new $dbTable(); } if (!$dbTable instanceof Zend_Db_Table_Abstract) { throw new Exception('Invalid table data gateway provided'); } $this->_dbTable = $dbTable; return $this; } public function getDbTable() { if (null === $this->_dbTable) { $this->setDbTable('Default_Model_DbTable_User'); } return $this->_dbTable; } public function save(Default_Model_User $user) { $data = array( 'name' => $user->getName() ); if (null === ($id = $user->getId())) { $this->getDbTable()->insert($data); } else { $this->getDbTable()->update($data, array('id = ?' => $id)); } } public function delete($where) { return $this->getDbTable()->delete($where); } public function find($id, $user) { $result = $this->getDbTable()->find($id); if (0 == count($result)) { return; } $row = $result->current(); $user->setId($row->id) ->setName($row->name); } public function fetchAll() { $resultSet = $this->getDbTable()->fetchAll(); $entries = array(); foreach ($resultSet as $row) { $entry = new Default_Model_User(); $entry->setId($row->id) ->setName($row->name) ->setMapper($this); $entries[] = $entry; } return $entries; } public function getAdapter() { return $this->getDbTable()->getAdapter(); } }
Und am User muessen wir auch noch etwas aendern, sodass es wie folgt aussieht:
class Default_Model_User { protected $_id; protected $_name; protected $_mapper; public function __construct(array $options = null) { if (is_array($options)) { $this->setOptions($options); } } public function __set($name, $value) { $method = 'set' . $name; if (('mapper' == $name) || !method_exists($this, $method)) { throw new Exception('Invalid model property'); } $this->$method($value); } public function __get($name) { $method = 'get' . $name; if (('mapper' == $name) || !method_exists($this, $method)) { throw new Exception('Invalid model property'); } return $this->$method(); } public function setOptions(array $options) { $methods = get_class_methods($this); foreach ($options as $key => $value) { $method = 'set' . ucfirst($key); if (in_array($method, $methods)) { $this->$method($value); } } return $this; } public function setMapper($mapper) { if (is_string($mapper)) { $mapper = new $mapper(); } if (!$mapper instanceof Default_Model_Mapper_Abstract) { throw new Exception('Invalid data mapper provided'); } $this->_mapper = $mapper; return $this; } public function getMapper() { if (null === $this->_mapper) { $this->setMapper($this->_mapperClass); } return $this->_mapper; } public function getAdapter() { return $this->getMapper()->getAdapter(); } public function save() { return $this->getMapper()->save($this); } public function delete($where) { return $this->getMapper()->delete($where); } public function find($id) { $this->getMapper()->find($id, $this); return $this; } public function fetchAll() { return $this->getMapper()->fetchAll(); } public function getId() { return $this->_id; } public function setId($id) { $this->_id = (int) $id; return $this; } public function getName() { return $this->_name; } public function setName($name) { $this->_name = (string) $name; return $this; } }
Endlich! Wir haben das Data Mapper Pattern komplett. Hier mal ein Usage Example:
/* somewhere in your controller */ $user = new Default_Model_User(); $users = $user->fetchAll(); foreach ($users as $u) { if ($u->getName() == 'unknown') { $u->setName('unbekannter Nutzername') ->save(); } }
Pretty easy, huh? Aber stopp! Im Titel steht doch noch irgendwas von Abstract. Was soll denn der Quark? …
Reusability: Abstract Data Mapper Pattern
Wenn wir das Data Mapper Pattern jetzt mehrfach verwenden, stellen wir sehr sehr schnell fest, dass wir unglaublich viel Code doppelt und dreifach haben. Jetzt kommt mein Ansatz: Wir packen alles bekannte in abstrakte Oberklassen und erben davon, setzen die benoetigten Meta-Informationen fuer das Pattern und sind fertig. Ohne grosse Umschweife (just kidding, das war ja jetzt wohl genug Umschweife):
class Default_Model_DbTable_User extends Zend_Db_Table_Abstract { protected $_name = 'users'; } abstract class Default_Model_Abstract { protected $_mapper; protected $_mapperClass; public function __construct(array $options = null) { if (is_array($options)) { $this->setOptions($options); } } public function __set($name, $value) { $method = 'set' . $name; if (('mapper' == $name) || !method_exists($this, $method)) { throw new Exception('Invalid model property'); } $this->$method($value); } public function __get($name) { $method = 'get' . $name; if (('mapper' == $name) || !method_exists($this, $method)) { throw new Exception('Invalid model property'); } return $this->$method(); } public function __call($method, array $arguments) { if (!method_exists($this->_mapper, $method)) { throw new Exception('Inaccessible method called'); } return call_user_func_array(array($this->_mapper, $method), $arguments); } public function setOptions(array $options) { $methods = get_class_methods($this); foreach ($options as $key => $value) { $method = 'set' . ucfirst($key); if (in_array($method, $methods)) { $this->$method($value); } } return $this; } public function setMapper($mapper) { if (is_string($mapper)) { $mapper = new $mapper(); } if (!$mapper instanceof Default_Model_Mapper_Abstract) { throw new Exception('Invalid data mapper provided'); } $this->_mapper = $mapper; return $this; } public function getMapper() { if (null === $this->_mapper) { $this->setMapper($this->_mapperClass); } return $this->_mapper; } public function getAdapter() { return $this->getMapper()->getAdapter(); } public function save() { return $this->getMapper()->save($this); } public function delete($where) { return $this->getMapper()->delete($where); } public function find($id) { $this->getMapper()->find($id, $this); return $this; } public function fetchAll() { return $this->getMapper()->fetchAll(); } } class Default_Model_User extends Default_Model_Abstract { protected $_mapperClass = 'Default_Model_Mapper_User'; protected $_id; protected $_name; public function getId() { return $this->_id; } public function setId($id) { $this->_id = (int) $id; return $this; } public function getName() { return $this->_name; } public function setName($name) { $this->_name = (string) $name; return $this; } } abstract class Default_Model_Mapper_Abstract { protected $_dbTable; protected $_dbTableClass; public function setDbTable($dbTable) { if (is_string($dbTable)) { $dbTable = new $dbTable(); } if (!$dbTable instanceof Zend_Db_Table_Abstract) { throw new Exception('Invalid table data gateway provided'); } $this->_dbTable = $dbTable; return $this; } public function getDbTable() { if (null === $this->_dbTable) { $this->setDbTable($this->_dbTableClass); } return $this->_dbTable; } public function getAdapter() { return $this->getDbTable()->getAdapter(); } abstract public function save($entry); abstract public function delete($where); abstract function find($id, $entry); abstract public function fetchAll(); } class Default_Model_Mapper_User extends Default_Model_Mapper_Abstract { protected $_dbTableClass = 'Default_Model_DbTable_User'; public function save($user) { $data = array( 'name' => $user->getUsername() ); if (null === ($id = $user->getId())) { return $this->getDbTable()->insert($data); } else { $this->getDbTable()->update($data, array('id = ?' => $id)); return $id; } } public function delete($where) { return $this->getDbTable()->delete($where); } function find($id, $user) { $result = $this->getDbTable()->find($id); if (0 == count($result)) { return false; } $row = $result->current(); $user->setId($row->id) ->setName($row->name); return true; } public function fetchAll() { $resultSet = $this->getDbTable()->fetchAll(); $entries = array(); foreach ($resultSet as $row) { $entry = new Default_Model_User(); $entry->setId($row->id) ->setName($row->name) ->setMapper($this); $entries[] = $entry; } return $entries; } }
Das Pattern nenn ich jetzt einfach mal wie oben genannt und schenke es der Welt.
Update
Ich habe mal ein Demo-Projekt fuer Zend Studio zusammengebaut. In etwa so sollte es aussehen (Modulstruktur und kleine Anpassungen inklusive): AbstractDataMapperPatternDemo-1.2.zip.