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Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, Sie davor zu schätzen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustiände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsächtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

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0 27. Februar 2010
0 22. Februar 2010
3 3. Februar 2010


Monatsarchiv für Februar 2010

Finsternis

Samstag, den 27. Februar 2010

Gestern habe ich das Geschenk fuer meine Freundin zum Einjaehrigen eingeloest: Ein Essen im Restaurant Finster in Essen. Dort angekommen hat uns ein Mann mit trockenem Humor empfangen und unsere Essenswuensche und die erste Getraenkebestellung entgegengenommen. Er hat dann eine der Mitarbeiterinnen per Funk geordert, die uns dann Polonaise-artig durch eine Lichtschleuse und dann zum Tisch geleitet hat. Dort angekommen musste man sich erst an die absolute Dunkelheit gewoehnen. Eine solche Dunkelheit kann man zuhause kaum erreichen. Es gibt dort keinerlei Restlicht. Man ist quasi blind.

Wir haben also zunaechst den Tisch abgetastet und einen kleinen Teller vorgefunden, neben dem links, rechts und dahinter das Besteck traditionell angeordnet war. Die Kellnerin hat uns dann erklaert, dass in der Mitte des Tisches eine Schuessel mit Dip und Brot liegt. Ich habe natuerlich als erstes in den Dip gelangt. Spaeter hat sich herausgestellt, dass es Ajoli war. Erschmeckt haben wir es nicht. Wir haben auf eine Cocktailsauce oder Tzatziki getippt.

Nachdem wir das Brot vertilgt hatten, kam auch schon unsere Vorspeise: Eine Suppe, die wir schnell als Kartoffelsuppe identifiziert hatten. Dazu brachte man uns direkt die Getraenke, die man uns dann in die Hand gegeben hat. Neben unserem Tisch befand sich eine Saeule, an der wir die Glaeser positioniert haben, damit wir sie jederzeit wiederfinden und die Gefahr senken, die Glaeser umzuwerfen.

Eine Weile nachdem wir nun auch endlich die Vorspeise geloeffelt hatten, wurde der Tisch dann abgeraeumt und die Hauptspeise wurde gereicht. Und das war der Zeitpunkt, ab dem bei mir die Sauerei anfing. Ich wollte als erstes herausfinden, was ueberhaupt auf meinem Teller liegt, denn man bekommt weder gesagt was es ist, noch wo es ist. Auf meiner Seite links auf dem Teller lagen kleine Knoedel, deren Geschmack auf Gnocchi hinwies. Ueber den ganzen Teller verteilt lag Brokkoli mit irgendeiner Sauce und erst spaeter haben wir einen grossen Klumpen entdeckt, der gegenueber von den Gnocchi lag. Den Klumpen konnten wir nicht identifizieren, aber es koennte alles von Reis bis Kuskus in Frikadellenform, paniert und frittiert, gewesen sein. Da der Geschmack nicht so meins war, habe ich den Klumpen dann heimlich auf den Teller meiner Freundin befoerdert.

Meine Finger und die Serviette, die ich mir in den Kragen gestopft hatte, waren bis dahin schon total eingesaut. Das Essen war aber reichlich und wir haben es beide nicht aufgegessen. Eine gefuehlte halbe Stunde spaeter kam die Kellnerin wieder und hat die Teller abgeraeumt und uns neue Getraenke gebracht. Kurze Zeit spaeter kam dann auch der Nachtisch: Panna cotta mit einer alkoholhaltigen Sauce.

Alles in Allem war das Essen sehr lecker. Es ist aber sehr krass ohne etwas zu sehen zu essen. Die Hauptspeise konnte ich nur mit den Fingern essen, da ich sonst nichts aufs Besteck bekommen haette, die Nachspeise musste ich mit dem Dessertloeffel essen, aber das hat auch nicht wirklich geklappt. Meistens war der Loeffel leer, zu voll oder alles fiel schon zuvor auf den Tisch. Was mich gestoert hat war, dass es sehr laut wurde, als eine etwas groessere Gruppe in die Dunkelkammer gebracht wurde.

Irgendwann beim Dessert rief dann ein Kellner dazu auf, einem 8 Jahre alt gewordenem Maedchen ein Staendchen zu singen. Ich hatte da aber den Mund voll, da ich es endlich geschafft hatte ein riesiges Stueck Panna cotta mit dem Loeffel von der schifffoermigen Schuessel zu meinem Mund zu befoerdern.

Der Preis ist sehr hoch, aber es ist die Erfahrung wert.

Impact

Montag, den 22. Februar 2010

Wenn man ueber etwas nachdenkt, dann ist es schwierig solange man sich mittendrin befindet. Wenn man jedoch am Ende steht, scheint es fuer Menschen wesentlich einfacher zu sein Dinge zu reflektieren. Anscheinend laesst sich das auch auf das Leben anwenden. Den Beweis fuer diese These hat Prof. Randy Pausch (* 23. Oktober 1960; † 25. Juli 2008) erbracht.

Pausch war Professor an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania. Sein Forschungsgebiet war die Human-Computer Interaction (HCI), vor allem aber Virtual Reality. Er begruendete u.A. das Alice-Project, bei dem eine offensichtlich funktionierende Idee einfach einmal realisiert wurde: Wenn man Menschen dazu bringt Spass zu haben, dann fokussieren sie ihr Interesse darauf und beginnen dabei Dinge zu lernen, die keine offensichtlichen Beziehungen zum eigentlichen Geschehen haben. Das Alice-Project erleichtert es auf spielerische Weise Programmiersprachen zu lernen und wird (Stand 2008) von 10% der Studierenden von IT-Bereichen in den USA genutzt.

Bei Pausch wurde im September 2006 Bauchspeicheldruesenkrebs diagnostiziert. Er kaempfte mit vielen Behandlungen dagegen an, starb aber im Juli 2008. Zehn Monate vor seinem Tod hielt Randy Pausch seine Last Lecture. Eine letzte Vorlesung zu halten ist Brauch an vielen Universitaeten. Als die CMU allerdings zu seiner letzten Vorlesung lud, war bereits klar, dass der Begriff woertlich zu nehmen ist.

Seine offiziell letzte Vorlesung nutzte Pausch, um auf brilliante Art ueber sein Leben zu sprechen. Er stellte die Vorlesung unter einen Titel (Achieving Your Childhood Dreams), der durchdachter kaum sein koennte. Er nannte seine Kindheitstraeume und wie er sie erreicht hat bzw. wieso es gut ist, dass er auch manche Kindheitstraeume nicht erreicht hat. Er erklaerte, wie er anderen Menschen dabei geholfen hat ihre Kindheitstraeume zu erfuellen und was er aus Allem gelernt hat.

Um die Komplexitaet des Inhalts und der Botschaft seiner Last Lecture zu verstehen reicht es nicht aus darueber zu schreiben. Man muss sie sehen. Es lohnt sich und hat mich sehr beeindruckt.

Das Video der letzten Vorlesung:

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Kein Fake! Betrug!

Mittwoch, den 3. Februar 2010

Hiermit werfe ich der Springer-Presse Betrug vor! Will man gegen Zensursula stimmen und sieht “sehr gut” ganz oben, klickt man doch sofort ohne weiter nachzudenken auf “sehr gut” ganz unten! Das erklaert wohl auch wieso bei “sehr gut” oben 1% sind und unten 12%! Pfui!